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Ohrwürmchen:Tinnitus.de - Bielefeld; Druckseite;

Therapie-Infos - Grundsätzliches;
Sie können erwarten, ernst genommen zu werden


Es gibt keine einfachen Antworten

Die am häufigsten gestellte Frage ist:
Wie kann ich mein Geräusch und andere Symptome so schnell wie möglich wieder loswerden?

Berg herunter kommen

Dazu sollten Sie wissen, daß ein Tinnitus durch äußerst komplexe physiologische, oft auch psychologische und umweltbedingte Zusammenhänge entstanden ist.


Bei manchem dürfte der Tinnitus sozusagen schon in die Wiege gelegt sein, so daß es nur noch eines leichten äußeren Anreizes bedarf.


Die Spannbreite des Leidensdrucks bei einem erfahrenen Tinnitus ist je nach Intensität, Frequenz und Ausformung groß.
Einige können bei gleicher Belastung besser damit umgehen als andere. Folglich gelingt manchem eine Eigenbewältigung während andere fremder Hilfe bedürfen.


Neben dieser subjektiven Einschätzung sind auch objektivere Bewertungskriterien möglich (eingeteilt in Schweregrade).


Es gibt also bei Ohrgeräuschen & Co. keine einfachen Antworten.

Außerdem kann jeder Tinnitus lebensgeschichtlich betrachtet andere Hintergründe haben.


Letztlich kann es sein, dass Sie Ihren Tinnitus sogar „behalten“, aber über begleitende Hilfen lernen, diesen gut zu verkraften und besser damit umzugehen.


Viele Informationen sind wichtig

Wir raten bei einem über mehrere Tage hinausgehendem Geräusch, zumindest alternativ, Kontakt zu einer der folgenden Stellen aufzunehmen:

In einer guten Versorgungsregion arbeiten diese Anlaufstellen zusammen, und sie geben Adressen weiter.
Bitten Sie auch darum, weil bei umfassenden Informationen die Verunsicherung sinkt und die Chance für mehr emotionale Sicherheit steigt!
Besser ist es, den Wahrheiten ins Gesicht zu schauen, als sich im Selbstmitleid zurückzuziehen.

Mit zunehmender Sicherheit können wir Selbsttäuschungen aufgeben.
Dies erklärt auch den Wert unserer Selbsthilfe(-gruppen).

Ohrwuermchen-Praesentation

In SHGn dürfte die Erfahrung bekannt sein, dass sich bei einem eigenen mangelnden Informationsstand, unsicheren fachlichen Zuständigkeiten und wenig vertiefter Aufklärung die persönliche Dramatik des Leidenden erhöht und verlängert.



Erwarten dürfen Sie, dass vor jeder Behandlung eine sorgfältige, auf Ihren Tinnitus bezogene lebensgeschichtliche Hintergrundanamnese wie auch medizinisch-physiologische und evtl. psychologische Untersuchungen (mit Diagnosen) veranlasst werden.



Damit können Sie auch voraussetzen, ernst genommen zu werden.


Überlegungen über mehr oder weniger Sinnvolles


Wir fassen zusammen, dass vor therapeutischen Verfahren Untersuchungsergebnisse gehören, oft auch mit biografischen Inhalten.
Diese begründen dann eine gezielte Beratung, Indikation und Behandlung.

Sinnvoll erscheinen uns Bestrebungen von der DTL und Fachleuten, die Rahmenbedingungen für die ambulante Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) zu verbessern.
So fand z.B. auf Einladung der DTL in Kassel der 3. Qualitätszirkel der ambulanten TRT/ADANO Teams statt. (Tinnitus-Forum-2-2008: S. 38)


Bei einer Verbesserung der TRT würde die Behandlung je nach Schweregrad in Modulen verlaufen, in enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachärzte, spezialisierter Psychologen und mit Fachleuten aus der Hörakustik.

Ein weiteres Ziel ist es dann, dass die psychologischen Elemente der TRT bundesweit als gesetzliche Kassenleistung anerkannt werden.

In Bielefeld haben wir damit gute Erfahrungen gemacht (s.u. - OWL).




Licht im Tunnel
Mit unserer Information meinen wir allerdings auch, dass nicht jede Behandlung geeignet ist:
Wenn ein Behandler eine spezielle Therapie überzeugend vorstellt, so muß es dennoch nicht bedeuten, daß diese die richtige für Sie ist.

Bei manchem Behandlungsangebot kann es aber natürlich Sinn machen, dieses mit Geduld auszuprobieren.


Ein weiteres Problem stellt sich in diesem Zusammenhang mit der Privatzahlung, die gesondert und im Zusammenhang mit einer notwendigen gesetzlichen Kassenleistung zu diskutieren ist.



Abschließend erinnern wir noch einmal daran, dass möglichst viele Fach-Informationen aus seriösen Quellen eingeholt werden sollten.


Informationen über die Versorgungssituation im Raum Bielefeld/Ost-Westfalen-Lippe (OWL) finden Sie unter Regionale Infos.





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